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650 Jahre erste große Mandränke und Untergang Rungholts


Repro: Nordfriisk-Instituut

 

Berichte über die großen Stürme der Vergangenheit lassen nicht vergessen, daß in unserer schnellebigen Zeit und global gesehen, wir immer noch mit natürlichen und menschlichen Herausforderungen und Katastrophen konfrontiert sind. Wir wissen nicht viel über die Zeit, als Rungholt und mit ihm zahlreiche Kirchspiele ein Opfer der Marcellusflut in Nacht auf den 16. Januar 1362 wurden. Wieviele Menschen umkamen, wieviele Häuser und Kirchen zerstört wurden, ist unklar.


Aber als herausragendes Ereignis ist es im Bewußtsein der überlebenden und nachfolgenden Bewohner geblieben und hat neben eindringlichen Schilderungen auch manche "wahre" Erzählungen und Mythen hervorgebracht. Besonders in Chroniken des 16. und 17. Jahrhunderts haben Berichte über Sturmfluten und besonders über den Untergang von Rungholt ihren Niederschlag gefunden.


Spätere Auschmückungen in Sagensammlungen (Müllenhoff, Storm) und literarischen Verarbeitungen (Liliencron) trugen dazu bei, daß heute noch eine Menge Wissenschaftler und Laienforschen versuchen, den wahren Hergang der Ereignisse zu rekonstruieren. Es ist uns menschlich immer ein tiefes Bedürfnis gewesen, genau zu wissen, genau sagen zu können, wo dieses sagenhafte Rungholt nun eigentlich im Wattenmeer gelegen hat.


Dies ist jedoch eine schier unmögliche Aufgabe. Die "wissenschaftliche" Haltung: "genau hier muß es sein!", nur weil ich im Watt ein paar Brunnenringe entdeckt wurden, ist genauso falsch wie die relative Aussage, "in diesem Gebiet muß es irgendwo sein, dann muß also in diesem Gebiet alles Rungholt sein", auch wenn Indizien durchaus schon ungefähr eine genaue Ortbestimmung ermöglichen, Phantasiekarten nun hin und her.



Die Stadt Husum, eine Aktiengesellschaft? - Update


Uwe Schmitz nach seiner Wahl als neuer Husumer Bürgermeister
Uwe Schmitz nach seiner Wahl als neuer Husumer Bürgermeister

 

Am 19. Juni 2011 waren die Bürger Stadt Husum aufgefordert, in einer Stichwahl ihren neuen Bürgermeister zu wählen. Mit einem Vorsprung von 282 Stimmen ist es der schon immer als Favorit gehandelte Uwe Schmitz geworden. Martin Hanisch konnte mit 47,6 Prozent immerhin einen Achtungserfolg erzielen. Die Wahlbeteiligung war allerdings mit 31,1 Prozent gegenüber der vorigen Wahl sehr gering.

 

Von den ursprünglich sieben Kandidaten waren zwei übriggeblieben: Uwe Schmitz und Martin Hanisch. Und in den letzten drei Wochen gab es, soviel ich weiß, zwar keine öffentliche Wahlveranstaltung mehr, aber immerhin kamen zwei Interviews mit den beiden Kandidaten zustande:

 

http://www.shz.de/nachrichten/lokales/husumer-nachrichten/artikeldetails...

 

und

 

http://www.nordfriesen.info/index.htm?option=com_content&view=article&id...

 

Das Ergebnis der vorangegangenen Wahl ist auf dieser Seite gut aufgelistet:

 

http://www.nordfriesen.info/index.htm?option=com_content&view=article&id...

 

Anzeige des vorläufigen Endergebnisses der Stichwahl im Husumer Rathaus
Anzeige des vorläufigen Endergebnisses der Stichwahl im Husumer Rathaus

 

Obwohl schließlich in der ersten Abstimmung in der Wählergunst weit abgeschlagen (57 Stimmen/0.8 Prozent), brachte der aus Polen stammende Bürgermeisterkandidat Zbigniew Wojenko noch den originellsten Vorschlag: Er wollte Husum zu einer Aktiengesellschaft machen, in der die Bürger Anteilsscheine kaufen sollten, um die Schulden der Stadt zu tilgen. Dieser höchst belächelte Vorschlag ist gar nicht mal so von der Hand zu weisen, zumal die Husumer Werbegemeinschaft überregional Anzeigen geschaltet hatten, in der mögliche Kandidaten aufgefordert wurden sich als "lösungsorientierter Gestalter" für das "Unternehmen Husum" zu bewerben.

 

Auch in anderer Hinsicht ist dieser Gedanke nicht absurd: In den Jahren 2009 und 2010 hatte die schleswig-holsteinische Gemeinde Quickborn, ihre Bürger um Kredite gebeten. Zehn Kreditgeber aus der Stadt hatten sich schließlich gemeldet, aber das Ganze ging dann doch nicht so glatt über die Bühne: Als die norddeutsche Kleinstadt 2009 bei ihren Bürgern vier Millionen Euro an Krediten gegen einen Zins von drei Prozent einsammeln wollte, begaben diese sich auf ein Feld, das gesetzlich den Banken zusteht. Strafbar macht sich, wer solche Einlagengeschäfte ohne Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) betreibt.

 

Um den Vorschriften des Kreditwesengesetzes Genüge zu tun, arbeitete Quickborn beim zweiten Anlauf mit der Abwicklungsbank BIW zusammen, die Darlehen von privat zu privat vermittelt. Quickborn wollte auf diese Weise ab dem 8. März zwei Millionen Euro jeweils zu zwei und fünf Jahren Laufzeit aufnehmen. Für zwei Jahre sollten die Bürger etwa 1,5 Prozent Zinsen, für fünf Jahre etwa 2,6 Prozent Zinsen erhalten. Damit fällt die Verzinsung allerdings geringer aus als im Jahr davor, als die Kommune drei Prozent für ein Jahr zahlen wollte.

 

Insgesamt teteiligten sich 30 Personen an dem Modell und eröffneten ein Konto bei der biw-Bank. Die Million für den 2-Jahres-Zeitraum wurde erreicht und bei dem längerfristigen Kredit von 5 Jahren wurden 65.000 € eingezahlt. Quickborn nutze dieses Geld ganz konkret für einen Eweiterungsneubau am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium mit 17 neuen Klassenräumen, neuen Fachräumen für Kunst und Musik und einer neuen Mensa sowie für die die Regionalschule, die ebenfalls neue Klassenräume und eine neue Mensa erhält.

 

Auch die Stadt Langen bei Bremerhaven im Landkreis Cuxhaven überlegte im Jahr 2009, ob sie "Statt-Aktien" über eine stadteigene Aktiengesellschaft vermarkten könnte. Ebenfalls die niedersächsische Stadt Celle, die mittels einer "Kommunalanleihe" zehn Millionen Euro in ihre leere Kasse spülen wollte. Wertpapiere mit festen Zinsen über eine Bank an die eigenen Bürger und an lokale Unternehmen auszugeben, war auch Thema in Ahrensburg im Landkreis Stormarn.

 

Nähere Informationen über das Quickborner Modell sowie anderen Projekten (aktuell die Stadt Willich in NRW) sind im übrigen auf der Webseite von Heimatinvest enthalten:

 

http://www.heimatinvest.de/content/quickborn



Krawall! Unruhige Zeiten 1840 - 2010 im Volkskunde Museum Schleswig


Pierers Universal-Lexikon von 1860 definierte „Krawall“ als eine „mit Lärmen, Demoliren etc. verbundene politische Demonstration (meistens nur der niedersten Volksschichten) von größerem Umfang.“ Die Sonderausstellung im Volkskunde Museum zeigt, dass solche Auseinandersetzungen auf der Straße historisch keineswegs auf die großen städtischen Ballungsgebiete jenseits der Elbe beschränkt blieben, sondern dass auch das ländlich geprägte Schleswig-Holstein in den vergangenen 170 Jahren immer wieder von Krawallen erschüttert wurde.

Oft ging es dabei um überregionale Konflikte – etwa beim Kapp-Putsch von 1920, während der Studentenbewegung der 1968er Jahre oder später bei den Auseinandersetzungen um Atomkraftwerke oder die Wehrmachtsausstellung. Aufbegehrende und randalierende „Halbstarke“ gab es in den 1950er Jahren überall in Deutschland, und gewaltbereitete „Hooligans“ sind sogar ein europaweites Problem des Fußballs.

Genauso gab es aber auch spezifisch schleswig-holsteinische Spannungen und Krawalle. Exemplarisch greift die Ausstellung den „Husumer Butterkrieg“ von 1848 und die Landvolkbewegung heraus. Die in Dithmarschen entstandene Bewegung um den „Bauerngeneral“ Claus Heim forderte in den 1920er Jahren Staatsmacht und Republik durch Steuerboykott, Großdemonstrationen und passiven Widerstand heraus, teilweise ging man bis zum Terrorismus.

Mit Originalobjekten aus den polizeigeschichtlichen und den allgemeinen Museumsbeständen dokumentiert die Ausstellung die Zeitumstände der Konflikte sowie Ausrüstung und Bewaffnung von Polizei und Demonstranten. Hinzu kommen ausgewählte Leihgaben sowie historische Film- und Tondokumente.

Quelle: http://www.schloss-gottorf.de/volkskunde-museum-schleswig/ausstellungen/krawall-1/krawall



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